Gedenkfeier in Eygalayes

Gedenkfeier in Eygalayes (Hochprovence) für den gebürtigen Kenzinger Alfred Epstein und andere Resistancekämpfer

Nach der Gedenkfeier an der Gedenkstätte: Deutsche und Franzosen im Gespräch
Nach der Gedenkfeier an der Gedenkstätte: Deutsche und Franzosen im Gespräch

Am 22. Februar 2014 besuchten Reinhold Hämmerle und Hans-Werner Retterath von der AG Geschichte und Landeskunde zusammen mit Vertretern von badischen Vereinigungen und einer elsässischen KZ-Gedenkstätteninitiative das Dorf Eygalayes in der Hochprovence. Dort gedachte man gemeinsam im Rahmen einer katholischen Messe und der anschließenden Gedenkfeier der Erschießung von 35 Kämpfern der Resistance des Maquis Ventoux vor 70 Jahren, am 22. Februar 1944. Die meist jungen Antifaschisten stammten nicht nur aus Frankreich, sondern aus zahlreichen Ländern Europas.

Einer davon war der gebürtige Kenzinger Alfred Epstein (1901 – 1944), der als Jude schon früh aus NS-Deutschland zuerst nach Luxemburg und dann nach Frankreich geflohen war. Als im besetzten Frankreich die Juden ebenfalls verfolgt wurden, schloss er sich 1942 dem Widerstand an. Namens der Stadt Kenzingen legten
Hämmerle und Retterath ein Gesteck an der Gedenkstätte nieder. Bei der anschließenden Zusammenkunft in der Bürgermeisterei verlas Hämmerle den Text eines Schreibens von Bürgermeister Matthias Guderjan.

Das Gesteck der Stadt Kenzingen (links)
Das Gesteck der Stadt Kenzingen (links)

Literatur und Berichte

  • Otto Zinsser: Eine Gedenktafel bei Sisteron erzählt. Vom Schicksal Alfred Epsteins aus Kenzingen. In: „S‘ Eige zeige“. Jahrbuch des Landkreises Emmendingen für Kultur und Geschichte, 20/2006, S. 137-146.
  • Gedenken an Widerstandskämpfer. BZ vom 22.02.2014
  • Die Franzosen waren gerührt von den Beiträgen der Deutschen. BZ vom 27.02.2014
  • Belle journée anniversaire. In: La Tribune (Ausg. Sederon), 27.02.2014, S. 38-39.
  • Leserbrief: Ermunterung im Kampf gegen Intoleranz und Rassismus. BZ vom 07.03.2014
  • Ein Kranz für Alfred Epstein. BZ vom 25.03.2014